Hintergrund

Das Schmuggeln bietet sich für ein Wander- und Bergerlebnis in besonderer Weise an, hat es doch einen ganz konkreten historischen Bezug in der Region. Eineinhalb Jahrhunderte hindurch, vom Beginn des 19. Jahrhunderts an bis weit in das 20.Jahrhundert hinein, stellte das Schmuggeln eine wichtige Erwerbsquelle für die Bevölkerung dar, speziell im Montafon. Geschmuggelt wurde eine breite Palette von Waren, insbesondere Lebens- und Genussmittel, die es erlaubten, gute Geschäfte zu machen und das Leben in den früher sehr kargen Bergtälern angenehmer zu gestalten.

Geschichten aus dem Montafon
und dem Prättigau

  • Wanderung in die eigene Geschichte
    Auch für Einheimische ist die Wanderung in die Vergangenheit reizvoll. Die Inhalte, die es zu entdecken gilt, wurden aus Gesprächen mit Zeitzeugen und aus Erzählungen von Nachfahren der Schmuggler. Die Schmugglertour bietet also auch für die Bevölkerung im Montafon und Prättigau die Möglichkeit, ihre Heimat noch besser kennen zu lernen und dabei vielleicht sogar die eine oder andere Überraschung zu erleben. Denn wer weiß, möglicherweise zählten gerade die Vorfahren interessierter Bergwanderer zu den Schmugglergrößen des letzten Jahrhunderts?

     

    Dank und Quellangaben
    Die Projektgruppe, der Vertreter aus dem Prättigau und dem Montafon angehören, dankt allen, die sich in das Projekt „Auf Schlugglerpfaden“ eingebracht haben und die Arbeiten durch ihre Anregungen und die Bereitstellung von Informations- und Bildmaterial unterstützt haben.

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  • Alle Ausführungen zur Schmugglertour basieren auf authentischen Begebenheiten, die durch historische Quellen, Literatur und Zeitzeugengespräche belegt sind und in der vergangenen Jahren von Montafoner Museen umfassend erforscht und aufgearbeitet wurden. Eine vertiefte Darstellung des Schmugglerwesens bietet dementsprechend das von Edith Hessenberger herausgegebene Buch „Grenzüberschreitungen. Von Schmugglern, Schleppern, Flüchtlingen. Aspekte einer Grenze am Beispiel Montafon-Prättigau (Sonderband 5 zur Montafoner Schriftenreihe), Schruns 2008″.

     

    Die historischen Bilder stammen zum Großteil aus der Sammlung von Friedrich Juen aus Gargellen, einem profunden Kenner der regionalen Geschichte sowie aus dem Montafon Archiv in Schruns und der Sammlung Elisabeth Flütsch in St.Antönien.

Interreg Förderprojekt

  • Beitrag zur europäischen Integration
    Träger des Projekts „Auf Schmugglerpfaden“ sind der Stand Montafon und der Regionalverband Pro Prättigau. Die Projektumsetzung erfolgte im Rahmen eines Interreg-Förderprogramms und in enger Zusammenarbeit mit den Partnern Bergbahnen Gargellen, Bergbahn Madrisa Klosters, Montafon Tourismus und Prättigau Tourismus. Das von der Europäischen Union geförderte Interreg-Programm verfolgt das Ziel, Grenzzäune ausgewogen zu entwickeln, grenzbedingte Nachteile zu überwinden und damit einen Beitrag zur europäischen Integration zu leisten. Die Sicherung eines attraktiven Lebens- und Wirtschaftsraums sowie eine verstärkte grenzüberschreitende Zusammenarbeit stehen dabei im Vordergrund. Grenzen sollen noch durchlässiger gemacht, die grenzüberschreitende Netze noch enger genknüpft und neue Netzwerke gebildet werden.
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  • Alle Ausführungen zur Schmugglertour basieren auf authentischen Begebenheiten, die durch historische Quellen, Literatur und Zeitzeugengespräche belegt sind und in der vergangenen Jahren von Montafoner Museen umfassend erforscht und aufgearbeitet wurden. Eine vertiefte Darstellung des Schmugglerwesens bietet dementsprechend das von Edith Hessenberger herausgegebene Buch „Grenzüberschreitungen. Von Schmugglern, Schleppern, Flüchtlingen. Aspekte einer Grenze am Beispiel Montafon-Prättigau (Sonderband 5 zur Montafoner Schriftenreihe), Schruns 2008″.

     

    Die historischen Bilder stammen zum Großteil aus der Sammlung von Friedrich Juen aus Gargellen, einem profunden Kenner der regionalen Geschichte sowie aus dem Montafon Archiv in Schruns und der Sammlung Elisabeth Flütsch in St.Antönien.